Leni – die Kämpferin

Es fällt uns nicht leicht, Lenis Geschichte zu erzählen, denn eigentlich ist sie unfassbar.

Eigentlich hatte es Leni mal richtig gut, denn sie lebte rund 6 Jahre als geliebte Freundin bei einer Frau in Altenkunstadt – bis zu dem Zeitpunkt, an dem Frauchen ihren neuen Partner und späteren Ehemann kennenlernte, der sich wahrhaftig nicht als Katzenfreund entpuppte.

Als dann noch Kinder geboren wurden, verbannte man die sensible Samtpfote auf den Dachboden und warf ihr lediglich Futter nach oben. Sozialkontakte oder gar Streicheleinheiten gab es von nun an nicht mehr. Im Gegenteil: der Mann zeigte Leni, „wer hier der Herr im Hause ist“. Auch wenn es fast unmöglich erscheint, verwahrloste die traurige Katze innerhalb ihres Domizils!

Der Umsicht einer Nachbarin, die bei den Leuten irgendwann einmal nach Leni fragte, ist es zu verdanken, dass die verzweifelte Katze uns übergeben wurde.

Wir übernahmen also vor gut einem Jahr eine völlig verängstigte und tieftraurige Katze, die aus lauter Angst vor menschlicher Gewalt nur fauchte und zum Angriff überging. Unsere erfahrene Pflegestelle in Pegnitz hat es jedoch in den letzten 12 Monaten geschafft, Leni zu beweisen, dass es auch Menschen gibt, die es mehr als gut mit ihr meinen. Sie wird zwar ihre Argwohn nie ganz ablegen können, liebt aber die menschliche Nähe über alles.

Sie giert nach Zuneigung und Anerkennung, zeigt aber eindeutig, wenn sie wieder ihre Ruhe haben will. Leni ist 2007 geboren und sucht ein neues Zuhause, in dem sie die alleinige Prinzessin sein darf. Andere Katzen mag sie nicht allzu sehr. Perfekt wäre ein Heim bei einer Frau (gerne auch mit Kindern), denn durch ihre traumatische Erfahrung mit jenem Herrn ist sie leider kein Männerfan mehr (Ausnahme: ihr Pflegepapa).